12. Februar: Gedenken an Widerstand gegen den Austrofaschismus


12. Februar: Gedenken an Widerstand gegen den Austrofaschismus
Pressestelle - Salzburg
11. Februar 2026
Diesen Donnerstag, 12. Februar, jährt sich die gewaltsame Durchsetzung des austrofaschistischen Regimes im Jahr 1934 zum 92. Mal. Beim Salzburger Hauptbahnhof wird um 10 Uhr an den Widerstand und an die Opfer der Diktatur erinnert. „Nicht erst die Nazis, sondern die Austrofaschisten zerschlugen die österreichische Demokratie. Das ist ein Unterschied zu Deutschland. Die Geschichte des Widerstands gegen den Austrofaschismus ist auch in Salzburg eng mit den Eisenbahnern verbunden. Viele Männer und Frauen, die sich zur Wehr setzten, stammten aus dem Arbeitermilieu und den gut vernetzten Eisenbahnern“, sagt Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl, der an der Gedenkveranstaltung des KZ-Verbands teilnehmen wird.
Obwohl es sich bei der Zerschlagung der Ersten Republik um einen Schlüsselmoment der österreichischen Geschichte handelt, fehlt es noch immer an Grundlagenforschung zur Geschichte Salzburgs im Austrofaschismus. Die KPÖ hat im Februar 2025 einen Antrag im Gemeinderat gestellt, dieses Kapitel der Salzburger Geschichte aufarbeiten zu lassen, der vom Stadtarchiv und der Kulturabteilung nun umgesetzt wird. „Die Zeit des NS-Terror-Regimes wird immer besser erforscht, aber der Austrofaschismus ist ein weißer Fleck in der Salzburger Regionalgeschichte. Diese Lücke soll geschlossen werden. Es freut mich, dass unser Antrag dazu beiträgt, die Erforschung und Aufarbeitung dieses Kapitels unserer Stadtgeschichte anzugehen“, sagt Klubvorsitzende Cornelia Plank.
Das Gedenken findet am 12. Februar um 10 Uhr beim Mahnmal in der Halle des Salzburger Lokalbahnhofs statt.