Agrarlandesrat: KPÖ PLUS wird Aigner nicht wählen

Pressestelle - Salzburg

15. Dezember 2025

Am Mittwoch wird der Salzburger Landtag den erst 25-jährigen Maximilian Aigner zum neuen Landesrat Agrar-, Forst- und Wasserwirtschaft, Energie und Volkskultur wählen. Heute, Montag, musste er sich in einem Hearing den Fragen der Opposition stellen. Je zwei Fragen durften die Parteien stellen, jeweils zwei Minuten hatte Aigner Zeit zu antworten. Inhaltlich konkrete Antworten konnte er noch nicht liefern.

Kleinteilige Landwirtschaft oder Agrarkonzerne?Die erste Frage von KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl zielte auf die unterschiedlichen Positionen der Volkspartei in der Landwirtschaft ab. „Auf europäischer Ebene trägt die ÖVP ja Förderungen nach bewirtschafteter Fläche mit und bevorzugt damit strukturell Agrarkonzerne mit großen Flächen. Auf Landesebene spielt die ÖVP die Hüterin einer kleinstrukturierten bäuerlichen Landwirtschaft. Wie er diesen Gegensatz als Landesrat auflösen will, konnte Aigner heute nicht beantworten“, sagt Hangöbl.

Wo bleibt die Windkraft?In der zweiten Frage von KPÖ-Abgeordneten Christian Eichinger ging es um die Stromerzeugung im Bundesland Salzburg. Ein Großteil der Energie im Land Salzburg wird mit Wasserkraft erzeugt. In Zeiten des Klimawandels und der Gletscherschmelze scheint diese Energiequelle alles andere als sicher. „Wir sind uns einig, wenn es um den Vorrang für erneuerbare Energien geht. Da muss es aber in erster Linie um Solar- und Windenergie gehen. Da gibt es ein großes Potenzial, das wir nicht nutzen. Die Wasserkraft weiter auszubauen, wie Aigner das fordert, ist nur schwer vorstellbar. Wir werden genau beobachten, welche Schritte er hier setzt“, sagt Eichinger.