Anstieg bei Delogierungen: KPÖ fordert Übergangswohnungen für Familien


Anstieg bei Delogierungen: KPÖ fordert Übergangswohnungen für Familien
Pressestelle - Salzburg
23. Februar 2026
Die Mieten in Salzburg sind im vergangenen Jahr weiter über der Inflation gestiegen – im Schnitt um neun Prozent. Dieser Anstieg macht sich auch bei den Delogierungen bemerkbar: Von 2020 bis 2025 ist die Zahl der Zwangsräumungen in der Stadt Salzburg um 47 Prozent gestiegen. In Notschlafstellen tauchen mittlerweile immer öfter Familien mit Kindern auf. Eine Delogierung hat nicht nur dramatische soziale und psychische Folgen für die Betroffenen, sondern ist auch für die Allgemeinheit teuer: Experten beziffern die durchschnittlichen Folgekosten mit über 30.000 Euro. Deshalb schlägt die KPÖ vor, im Rahmen der Wohnbauförderung geeignete Übergangslösungen vor allem für Familien zu schaffen. „Die Zahl der Delogierungen in Salzburg ist in den letzten fünf Jahren um die Hälfte gestiegen. Die Landesregierung muss hier dringend handeln. Es kann nicht sein, dass in einem reichen Land wie Salzburg Kinder in Notschlafstellen übernachten müssen. Für solche Fälle braucht es Übergangswohnungen, wo Familien leben können, bis sich ihre Situation wieder stabilisiert hat. Vorbild könnte Vorarlberg sein, wo die Wohnbauförderung Kontingente für Übergangswohnungen vorsieht“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl. Der Antrag der KPÖ wird am Mittwoch im Salzburger Landtag diskutiert.
Link zum Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/3Session/428.pdf