Ausweichquartier: Festspiele nutzten bereits das Messezentrum
Pressestelle - Salzburg
4. Dezember 2025
Nutzung vorhandener Hallen als Chance für neue künstlerische Ansätze
Bei der Suche nach einem Ausweichquartier für die Sommerfestspiele während ihrer Baustellenzeit bringt die KPÖ PLUS erneut das Messezentrum ins Spiel. „Schon 1999 wurde die Zauberflöte in der Messe auf die Bühne gebracht. Diese Inszenierung wurde gut angenommen und international gelobt“, erinnert Nikolaus Kohlberger, Kultursprecher im Gemeinderat: „In den hundert Jahren bewegte Festspiel-Geschichte war nicht immer alles einfach. Wenn heute, in der größten Wirtschaftskrise unseres Jahrhunderts, ein Ausweichquartier gesucht wird, muss man Kompromisse eingehen. Wenn daheim die Handwerker das Bad sanieren, kann man auch nicht gleich ins Sheraton übersiedeln.“
Auch andere Spielstätten, etwa das Theater an der Wien oder die Komische Oper Berlin sind in der Vergangenheit immer wieder in bereits existierende Hallen ausgewichen – in das Wiener Museumsquartier oder in einen Hangar des ehemaligen Flughafens Berlin Tempelhof. „Die Ausweichspielstätte in den Messehallen birgt künstlerische Chancen. Die klassische Trennung zwischen Bühne und Publikum gibt es dort nicht. Das kann neue, immersive künstlerische Ansätze fördern“, sagt Kohlberger.