Denkmal für Arbeitsmigranten ist Zeichen der Wertschätzung


Denkmal für Arbeitsmigranten ist Zeichen der Wertschätzung
Pressestelle - Salzburg
16. April 2026
Kulturausschuss stimmte außerdem über Kunst am Residenzplatz und das UEFA-Supercup-Finale ab
Heute, Donnerstag, hat der Kulturausschuss des Salzburger Gemeinderats mehrere Beschlüsse gefasst. Einer betrifft die Errichtung eines Denkmals für Arbeitsmigranten am Julius-Raab-Platz. „Salzburg verdankt sein heutiges Aussehen nicht nur Erzbischöfen und Bauherren, sondern vor allem den Arbeiterinnen und Arbeitern. Viele von ihnen kamen von anderswo nach Salzburg, um hier tätig zu werden, ob beim Eisenbahnbau, in der Fabrikarbeit oder in der Pflege. All diesen Arbeiterinnen und Arbeitern drückt das zukünftige Denkmal Wertschätzung und Dank aus“, sagt Nikolaus Kohlberger, KPÖ-Kultursprecher im Gemeinderat.
Beim Antrag, auch heuer Skulpturen über die Stiftung für Kunst und Kultur e. V. Bonn des umstrittenen Kulturmanagers Walter Smerling am Residenzplatz aufzustellen, äußerte sich die KPÖ skeptisch. „Walter Smerling bewegt sich im Dunstkreis von Personen wie Peter Thiel, der mit der Firma Palantir, mit KI und Massenüberwachung seine Geschäfte macht und ein erklärter Feind der Demokratie ist. Einem Kunsthändler mit Kunstmarktinteressen sollte man kein quasi jährliches Abonnement für den Residenzplatz ausstellen. Stattdessen sollte die Stadt eine Jury einsetzen, die einen vielfältigen Kunstbegriff sicherstellt“, sagt Kohlberger. Ein Zusatzantrag der KPÖ, eine Jury über Kunst im öffentlichen Raum entscheiden zu lassen, wurde mehrheitlich abgelehnt, weshalb die KPÖ dem Hauptantrag für die diesjährige Ausstellung nicht folgte.
Beim UEFA-Fan-Festival am Residenzplatz, Kapitelplatz und im Volksgarten am 12. August stimmte die KPÖ gegen die zivilrechtliche Genehmigung. „Als Stadt versuchen wir die Altstadt von zu vielen Events zu entlasten. Das Jahresprogramm ist eigentlich schon fertig und sollte nicht aufgeschnürt werden“, sagt Kohlberger.