Dossenweg: FPÖ verbiegt Fakten, um geförderten Wohnbau schlechtzureden

Pressestelle - Salzburg

4. Dezember 2025

Beim Wohnbauprojekt GNICE am Dossenweg baut die „Heimat Österreich“ 258 Wohnungen. Davon sind 120 Eigentumswohnungen – mehr als bei Wohnprojekten in anderen Stadtteilen üblich ist. Die Senioren-Wohngruppe „Silberstreif“ vergibt 27 Mietwohnungen, die Caritas 14 Stützpunktwohnungen an Menschen mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung. Die Stadt vergibt 26 betreute Wohnungen für ältere Menschen und 54 geförderte Mietwohnungen. Die Kritik daran sorgt nun für Verwunderung.

FPÖ kritisiert sich selbst„FPÖ-Obfrau Svazek hätte eine Pflege- und Budgetkrise zu lösen, haut aber lieber auf Social Media auf die Landeshauptstadt hin, um ein Wohnprojekt schlechtzureden“, sagt Klubvorsitzende Cornelia Plank (KPÖ PLUS): „Tatsache ist: Von 54 Mietwohnungen am Dossenweg vergibt die Stadt 34 an Österreicher (also zwei Drittel), sechs an EU-Bürger, sieben an Salzburger aus Drittstaaten wie Bosnien und Serbien, und sieben an Asylberechtigte aus Kriegsgebieten. Das Ganze folgt den Vergaberichtlinien von 2018, die ÖVP und FPÖ mitbeschlossen haben.“

Fakten zur WohnungsvergabeVon den 20 Nicht-Österreichern haben fast alle – nämlich 17 – die Zusatzpunkte für Deutschkenntnisse auf B1-Niveau erhalten. Auch bei den 20 größeren Wohnungen mit vier, fünf oder sechs Zimmern sind Österreicher die größte Gruppe (8 an Österreicher, 4 EU-Bürger, 2 Drittstaatsangehörige und 6 an Asylberechtigte). „Offenbar glaubt die FPÖ, entscheiden zu können, wer Österreicher ist und wer nicht. Ist man ohne blaue Augen, blonde Haare oder germanischen Nachnamen kein Österreicher? Dann könnte es auch für eine Frau Svazek schwierig werden“, sagt Plank.

Hin-Her-Kurs der ÖVPVerwunderlich ist, dass neben der FPÖ auch die ÖVP am 27. November gegen die Wohnungsvergaben stimmte – obwohl sie am 23. Oktober im selben Ausschuss für den Grundsatzamtsbericht stimmte, nach dem das Wohnservice die Personen nominiert. Entweder die ÖVP erinnert sich nicht an ihr eigenes Stimmverhalten, oder sie schwenkt vorsätzlich auf den völkisch-rechten Kurs der FPÖ um.

ÖVP und FPÖ blockieren Wohnbau im Süden„Der Dossenweg wird ein lebendiges Wohngebiet. Es gibt einen Kindergarten und eine Krabbelgruppe, eine Arztpraxis und ein Café. Wenn ÖVP und FPÖ jetzt von ‚Ghettos‘ reden, wollen sie offenbar den leistbaren Wohnbau im Süden schlechtreden, damit die Betuchteren unter sich bleiben können. Aber wer die Wohnungskrise lösen will, braucht in allen Stadtteilen leistbaren Wohnbau“, sagt Plank.

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