Drohende LKW-Flut in Schallmoos: KPÖ PLUS schlägt Projekt-Stopp und Bürgerbeteiligung vor

Pressestelle - Salzburg

19. Dezember 2025

Bewohner müssen vor Verkehrsbelastung geschützt werden

In Schallmoos schlägt die Ankündigung hohe Wellen, dass die niederländische LKW-Firma Raben ein neues Logistikzentrum errichten will. Der Stadtteil gilt als besonders vielversprechend für die Transformation hin zu Wohnen und Lebensqualität. Das droht mit der wachsenden LKW-Flut unter die Räder zu kommen. Neben dem Ausbau der Firma Weiss kommt jetzt die nächste Mehrbelastung auf den Stadtteil zu. Der niederländische Raben-Konzern ist erst seit Kurzem in Salzburg vertreten. 2021 wurde ein Logistikzentrum in der Lastenstraße eröffnet. Bei einer Verlegung nach Schallmoos würden laut aktuellen Planungen Tag und Nacht mindestens zehn LKW pro Stunde in das dicht bewohnte Gebiet hinein- und wieder hinausfahren.

Schallmoos braucht keine LKW-Lawine„Alle reden davon, dass Schallmoos die Chance hat, eine große Transformation zu erleben – mit leistbarem Wohnen, einer Lösung des Verkehrsproblems, mit wohnverträglichem Gewerbe und mehr Leben im Stadtteil. Das sieht auch der Entwurf für das Räumliche Entwicklungskonzept vor. Aber eine LKW-Lawine ist das Gegenteil davon, was Schallmoos und seine Bewohner brauchen“, sagt Sara Sturany, Planungssprecherin der KPÖ PLUS im Gemeinderat.

Bausperre soll Nachdenk- und Beteiligungsphase ermöglichen„Der zusätzliche Schwerverkehr ist mit Blick auf den Schulweg zur Volksschule, zum Kindergarten und dem Baron-Schwarz-Park zusätzlich problematisch“, sagt Sturany: „Es braucht für das Projekt eine Nachdenkpause. Die Stadt kann, weil das Räumliche Entwicklungskonzept gerade überarbeitet wird, eine Bausperre für drei Jahre verhängen. Damit gewinnt die Stadt Zeit, um die Bewohner einzubinden. Bei anderen Grünflächen hat die Stadt bereits Bausperren verhängt. Zuletzt haben auch Guggenthal und Schladming gezeigt, dass man bei Projekten, die nicht zum Entwicklungsziel einer Gemeinde passen, die Stopp-Taste drücken kann.“