E-Kioske: KPÖ beantragt Schutzzonen für Kinder und Jugendliche auch in der Stadt Salzburg

Pressestelle - Salzburg

20. April 2026

Die Gemeinde Oberndorf geht mit einer Verordnung gegen die „E-Kioske“ vor, die auch in der Stadt Salzburg wie die Schwammerl aus dem Boden schießen. In diesen Geschäften arbeiten keine Angestellten, sondern es stehen nur Bezahlautomaten mit Lebensmitteln, aber auch Alkohol, Lachgas und Tabakprodukte. Sie sind 24 Stunden am Tag geöffnet – und meistens völlig überteuert. Oberndorf schreibt nun einen Mindestabstand von 200 Metern zu Schulen vor, um Schülerinnen und Schüler zu schützen.

„Gerade in der Nähe von Schulen ködern solche E-Kioske bewusst Schülerinnen und Schüler. Das sticht zum Beispiel in der Gaisbergstraße vor dem Borromäum besonders ins Auge. In Anlehnung an Oberndorf gehört eine Schutzzone für Kinder und Jugendliche geprüft“, sagt Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl: „Solche E-Kioske schaffen auch keine Arbeitsplätze, sodass der Gemeinde Kommunalsteuereinnahmen entgehen, und haben nichts mit einer belebten Sockelzone zu tun. Bei Neubauten können wir dem durch Verträge einen Riegel vorschieben, aber es braucht eine Lösung für bestehende Gebäude.“

Auffällig ist, dass viele E-Kioske sich bei ehemaligen Wettlokalen befinden. Deren Geschäft dürfte zur Corona-Zeit gelitten haben. Offenbar haben einige Betreiber direkt auf die Automatengeschäfte umgesattelt.

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