Ehemalige Rehrl-Schule: Stadt begrüßt Prüfung für leistbares Wohnen


Ehemalige Rehrl-Schule: Stadt begrüßt Prüfung für leistbares Wohnen
Pressestelle - Salzburg
16. April 2026
In bester Stadtlage steht die ehemalige Josef-Rehrl-Schule im Stadtteil Lehen leer. Die Immobilie im Eigentum des Landes hätte ein Zentrum für Start-ups werden sollen. Dieses Vorhaben hat die Landesregierung aus Spargründen aber im Februar abgesagt. Auf Initiative der KPÖ PLUS prüft das Land nun, die Immobilie für leistbares Wohnen zu nutzen. Ein entsprechender Vorstoß fand in der Landtagssitzung am Mittwoch überraschenderweise die Zustimmung aller fünf Parteien. Bis Ende September soll die Landesregierung prüfen, wie eine Nutzung für förderbares Wohnen möglich gemacht werden kann. „Jeder Leerstand schmerzt. Das Grundstück liegt in bester Stadtlage, mit Nähe zur S-Bahn-Station Aiglhof und mit viel Grün. Gerade Flächen in öffentlichem Besitz haben die Chance, dass sie nicht für den größtmöglichen Gewinn, sondern für das Gemeinwohl eingesetzt werden“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl, zuständig für Bodenpolitik und Wohnen.
Argumente für den Verbleib im öffentlichen Eigentum
Der Erhalt von Liegenschaften in öffentlicher Hand leistet einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung leistbaren Wohnraums – besonders in zentralen und attraktiven Stadtlagen. So können die Wohnbauziele von Stadt und Land langfristig erfüllt werden. Gleichzeitig wird das Risiko spekulativer Preissteigerungen vermieden, das beispielsweise bei einem Bieterverfahren entstehen könnte. Die öffentliche Hand behält zudem die Kontrolle über bauliche Entwicklungen, was eine nachhaltige und bedarfsgerechte Planung ermöglicht. Damit bleiben nicht nur die aktuellen, sondern auch die zukünftigen Bedürfnisse der Kommune gesichert. Der Verbleib im öffentlichen Eigentum stellt sicher, dass Flächen langfristig für wichtige öffentliche Zwecke zur Verfügung stehen.
Nächste Schritte
Die Stadt signalisiert große Bereitschaft, in den Dialog mit der Landesregierung treten, um eine gemeinsame Strategie für die Entwicklung des Areals zu erarbeiten. Auch Gespräche über eine Dichteerhöhung oder einen Erwerb der Liegenschaft durch die Stadt sind nicht ausgeschlossen. Zentral sollte aber die Sicherung der Fläche für leistbares Wohnen sein.
Auf einen Blick:
Grundstücksgröße: ca. 2.700 m²
Widmung: Bauland-Erweitertes Wohngebiet
Derzeitige maximale GFZ: 0,9