Eigentumsförderung ist Marketing-Gag für Bauträger
Pressestelle - Salzburg
19. September 2025
KPÖ PLUS will Wohnbauförderung lieber für geförderte Mietwohnungen verwenden
Die Förderung für den privaten Wohnungskauf für 2025 ist ausgeschöpft, das hat Landesrat Zauner heute bekannt gegeben. Das Kontingent für Privatkäufe wurde heuer bereits zweimal aufgestockt, neue Mittel soll es nicht geben. Die KPÖ PLUS hätte das Geld lieber in geförderte Mietwohnungen investiert. „Wer sich im Bundesland Salzburg Eigentum leisten kann, ist auf die Wohnbauförderung nicht angewiesen. Einmalzuschüsse, wie sie das Land vergibt, werden von den Wohnbauträgern sofort auf den Preis aufgeschlagen. Die Eigentumsförderung ist also ein Marketing-Gag, von dem private Bauträger profitieren. Nahezu alle Bauträger werben mit Slogans wie ‚Hohe Eigentumsförderung möglich!‘“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.
Eigentumsförderung ist sozial nicht treffsicher„Bei der Eigentumsförderung wird die Vermögenslage nicht geprüft. Man kann zum Beispiel eine millionenschwere Erbschaft bekommen und dann trotzdem Eigentumsförderung kassieren, weil sich das Land nur für das Einkommen interessiert. Soziale Treffsicherheit sieht anders aus“, sagt Hangöbl: „Das Land fördert Eigentumswohnungen, die bis zu 9.000 Euro pro Quadratmeter kosten – bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung wären das 720.000 Euro. Wer sich so eine Wohnung leisten kann, braucht wirklich keine Steuergeschenke vom Land.“
Gesellschaft würde von Mietwohnungen profitierenDie KPÖ PLUS spricht sich dafür aus, statt Wohnungseigentum Mietwohnungen zu fördern. Diese würden für die Gesellschaft langfristig leistbares Wohnen sichern. „Wir alle zahlen mit einem Teil unseres Einkommens in die Wohnbauförderung ein. Sinnvoll wäre es, mit diesem Geld geförderte Mietwohnungen zu errichten, die der Allgemeinheit langfristig erhalten bleiben, anstatt einigen wenigen Eigentümern Millionen zu schenken“, sagt Hangöbl.