Ersatzquartier für Festspiele: KPÖ PLUS hinterfragt Bedarf für andere Veranstalter
Pressestelle - Salzburg
17. Dezember 2025
„Ein neues Ersatzquartier für die Festspiele wäre teuer und muss sich die Frage gefallen lassen, ob andere Veranstalter es wirklich brauchen. Beispielsweise hat das Adventsingen schon im Oktober angekündigt, im Jahr 2027 auf die Felsenreitschule auszuweichen. Sie ist winterfest und kann bei entsprechend mehr Terminen die rund 36.000 Besucher jährlich beherbergen“, sagt Nikolaus Kohlberger, Kultursprecher der KPÖ PLUS im Gemeinderat: „Der behauptete Synergieeffekt einer neuen Halle auf der grünen Wiese steht auf tönernen Füßen. Die anderen Veranstalter sind darauf nicht angewiesen. Wenn es nur um die Festspiele geht, muss zur Abwechslung ein vorhandener Standort gut genug sein.“
KPÖ PLUS für Nutzung bestehender InfrastrukturDie Salzburger Messe war schon 1999 ein Aufführungsort der Festspiele. Die Geschäftsführung der Messe wirbt aktiv für eine einmalige Zwischenlösung für die Festspiele. „Seit der letzten Kuratoriumssitzung zeichnet sich ab, dass es nur noch um ein Jahr geht, in dem ein Ausweichquartier benötigt wird. Die Messe lässt sich sehr kostengünstig für Konzertzwecke adaptieren. Mit Akustikvorhängen und aufblasbaren Bassabsorbern könnte man für einen geeigneten Raumklang sorgen. Dem Festspielpublikum ist das einmal in hundert Jahren durchaus zuzumuten“, sagt Kohlberger: „Jede neue Halle versursacht Millionen-Kosten für die öffentliche Hand, egal ob es formell Teil des Projekts ist oder nicht. Das wäre eine versteckte Kostensteigerung.“