Europaweite Aktionswoche gegen Obdachlosigkeit: Stadt Salzburg bekennt sich zu gesichertem Wohnen

Pressestelle - Salzburg

26. März 2026

Diese Woche sind die internationalen „Housing Action Days“ zur Überwindung von Wohnungslosigkeit. Die Stadt Salzburg bekennt sich zum Lissabon-Ziel der Europäischen Union, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden. Zu den Maßnahmen zählen Housing-First-Projekte, die Teilnahme am European Homelessness Count und die Schaffung dringend benötigter Not- und Übergangswohnungen.

„Obdachlosigkeit ist in ganz Österreich ein Thema, das in Städten besonders sichtbar wird. Die gesetzliche Zuständigkeit liegt zwar auf der Landesebene, aber auch die Gemeinden können viel beitragen. Die Stadt fördert Projekte und Vereine der Wohnungslosenhilfe, bietet über das Wohnservice Notwohnungen an und räumt dem Thema beim neuen Wohnleitbild viel Platz ein. Außerdem hat sich mein Team am European Homelessness Count beteiligt, der bis zum Sommer Zahlen vorlegt, wie viele Menschen aktuell von Wohnungslosigkeit betroffen sind“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay–Michael Dankl.

Mit der Teilnahme am European Homelessness Count (EHC) beteiligt sich Salzburg an einem von der EU geförderten Pilotprojekt, das unterschiedliche Formen von Wohnungslosigkeit in europäischen Städten sichtbar macht. Salzburg ist damit Teil eines europäischen Städtenetzwerks, in dem nicht nur vergleichbare Daten erhoben, sondern auch Erfahrungen ausgetauscht werden. So können Städte voneinander lernen und ihre Strategien gegen Wohnungslosigkeit weiterentwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen auch in das derzeit in Ausarbeitung befindliche Wohnleitbild der Stadt Salzburg ein.

In ihrem Arbeitsübereinkommen für die Jahre 2024 bis 2029 bekennt sich die Stadtregierung zum Ziel, die Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beenden. Dafür sollen Angebote ausgebaut und weiterentwickelt werden, die wohnungslosen Menschen rasch wieder sicheres Wohnen ermöglichen und sie dabei sozialarbeiterisch begleiten. Dazu zählen einerseits Housing-First-Projekte wie Vinzidach, bei denen Betroffene möglichst direkt in eine eigene Wohnung vermittelt werden, und andererseits Übergangslösungen nach dem Modell „meinzuhaus“, die befristetes Wohnen mit begleitender Sozialarbeit verbinden. Ergänzt werden sollen diese Angebote durch eine 24-Stunden-Notschlafstelle als Ersatz für die ausbeuterischen privaten Pensionszimmervermietungen. So will die Stadt Menschen rasch absichern und sie auf dem Weg in ein eigenständiges und dauerhaft gesichertes Wohnen unterstützen.