Festspiel-Ersatzquartier: KPÖ PLUS fordert pragmatische Lösung statt Millionen-Grab
Pressestelle - Salzburg
2. Januar 2026
Falls keine Zahlen für einen transparenten Vergleich auf den Tisch gelegt werden, werden die 35 Millionen ein Fall für den Stadtrechnungshof
Die Suche nach einem Ersatzquartier für das Große Festspielhaus während der Baustellensperre gehtin die nächste Runde: Anstatt die vorhandene Messe-Infrastruktur zu nutzen, spricht das Festspielmanagement davon, um rund 35 Millionen Euro eine temporäre Halle auf die grüne Wiese zu stellen. Diese Summe kommt zu den 481 Millionen für Phase 1 (Großes Festspielhaus) und Phase 2 (Haus für Mozart und Felsenreitschule) noch hinzu.
Entspricht Kostensteigerung um 10 Prozent„35 Millionen Euro für eine einjährige Ersatzlösung ist die nächste Kostensteigerung. Das sind rund zehn Prozent des ursprünglichen Budgets. Damit steigen die Kosten auf über eine halbe Milliarde“, sagt Cornelia Plank, Klubvorsitzende im Gemeinderat: „Die Stadt zahlt ohnehin Länge mal Breite. Jetzt wird mit zusätzlichen 35 Millionen geplant. Klar ist: Die Stadt kann nicht mehr zahlen. Das müssen die Festspiele aus eigener Kraft stemmen. Niemand würde verstehen, wenn sich die Stadt verschuldet, um bei jeder Kostensteigerung mitzugehen.“
Altstadt-Flair ist keine 35 Millionen Euro wert„Der Debatte um das Ersatzquartier täte ein bisschen mehr Pragmatismus gut. Ja, das Messezentrum liegt nicht vor den Toren der Altstadt, aber es wäre viel günstiger. Die schöne Zentrumslage und der Altstadt-Flair sind keine 35 Millionen wert. Bevor 35 Millionen für eine Ein-Jahres-Lösung versenkt werden, gehören die Alternativen zumindest ernsthaft geprüft“, sagt Cornelia Plank, Klubvorsitzende der KPÖ PLUS im Gemeinderat: „Man kann nicht die Messe-Variante kategorisch ausschließen, ohne Zahlen auf den Tisch zu legen. Wie viel kostet die Anpassung beim Messezentrum im Vergleich zu den 35 Millionen? Wenn es hier keine Transparenz gibt, wird das ein Fall für den Stadtrechnungshof.“