Frauenhaus Salzburg: KPÖ drängt auf unabhängige Evaluierung


Frauenhaus Salzburg: KPÖ drängt auf unabhängige Evaluierung
Pressestelle - Salzburg
29. Mai 2026
Der Betreiberwechsel im Zuge der Neuausschreibung des Salzburger Frauenhauses hat vor sechs Jahren für heftige Debatte gesorgt. Jetzt kommt es zu einer landesweiten Neuausschreibung. Betroffen ist dieses Mal auch das Frauenhaus Pinzgau, das seit rund 30 Jahren vom gleichnamigen Verein geführt wird. „Ein Verein mit langjährigen Mitarbeiterinnen hat viel mehr Erfahrung, kann aber allein aufgrund der Gehaltsvorrückung nie der Billigstbieter sein. Es besteht die Gefahr, dass nach sechs Jahren erneut ein wichtiger Verein im Frauenschutz verdrängt wird“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Damals hat ein SPÖ-naher Verein ohne Vorerfahrungen im Gewaltschutz den Zuschlag bekommen. Über das vorgelegte Konzept hüllt sich ÖVP-Landesrätin Gutschi bis heute in Schweigen. Die Qualitätskriterien im Bereich des Opferschutzes sind noch immer nicht bekannt. In sechs Jahren ist die Arbeit des Vereins nie unabhängig evaluiert worden. Ich habe Landesrätin Gutschi heute vorgeschlagen, eine Evaluierung durch eine neutrale Stelle zu beauftragen, z. B. eine Universität.“
„Beim Schutz von Frauen vor Gewalt hört man von allen Parteien Versprechen und Bekenntnisse. Wenn es darauf ankommt, heißt es: Hauptsache billig. Das passt nicht zusammen. Es braucht einen unvoreingenommenen, ehrlichen Blick auf die Qualität der Arbeitsweise von Vereinen bevor so sensible Aufgaben von einem Träger zum nächsten geschoben werden“, sagt Hangöbl.