Geheimniskrämerei um PFAS: KPÖ fordert Veröffentlichung von Messdaten

Pressestelle - Salzburg

1. Juni 2026

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind schwer abbaubare Industriechemikalien, die sich insbesondere im Grundwasser über größere Strecken ausbreiten können. Sie stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Im Rahmen eines landesweiten Sondermessprogramms wurden 2022 zahlreiche Stellen untersucht, in mehreren Proben wurde PFAS nachgewiesen. Die KPÖ fordert eine Veröffentlichung dieser Messdaten. „Die PFAS-Messdaten sind nicht öffentlich abrufbar. Das Land Salzburg rückt sie nur auf Nachfrage heraus. Wer in Salzburg ein Grundstück erwirbt, kann sich nicht über eine etwaige PFAS-Belastung informieren und kauft möglicherweise die Katze im Sack. Diese Geheimniskrämerei nützt vor allem den Immobilien-Spekulanten: Die Grundstückspreise würden nämlich stark zurückgehen, wenn die PFAS-Belastung für jedermann ersichtlich wäre. Wir fordern Transparenz bei den PFAS-Messdaten“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl. Die KPÖ wird dazu in der Landtagssitzung am kommenden Mittwoch einen Dringlichen Antrag einbringen.