Hangöbl an Edtstadler: Posthof-Leerstand darf sich nicht endlos im Kreis drehen


Hangöbl an Edtstadler: Posthof-Leerstand darf sich nicht endlos im Kreis drehen
Pressestelle - Salzburg
27. Februar 2026
KPÖ pocht auf Nutzung im Sinne der Allgemeinheit
Direkt hinter dem Sitz der Landeshauptfrau liegt inmitten des Kaiviertels ein kleines Altstadt-Juwel: Der Posthof blickt auf eine lange Gastronomie-Geschichte zurück, wenngleich die Liegenschaft des Landes dieser Tage einen eher traurigen Eindruck erweckt. Das Lokal mitsamt großzügigem, grünem Innenhof steht seit 2022 leer. Daran dürfte sich so bald nichts ändern, denn ÖVP-Landeshauptfrau Edtstadler hat den Barmherzigen Brüdern die unter ihrem Vorgänger vereinbarte Nutzung als Spitalskantine aufgekündigt. Der entsprechende Vertrag wird rückabgewickelt. Erst Ende 2025 hatte Edtstadler noch von einer „tragfähigen und langfristigen Lösung“ gesprochen. „Als Außenstehender kann man sich nur wundern. Die Landeshauptfrau schickt einen vierjährigen Leerstand in die Verlängerung. Man fragt sich: Hat das Land trotz der knirschenden Verhandlungen mit den Barmherzigen Brüdern einen Plan B vorbereitet oder startet man wieder bei Null?“, sagt Natalie Hangöbl, Landtagsklubchefin der KPÖ: „Jedes Jahr Leerstand bedeutet nicht nur verlorene Einnahmen, sondern auch einen tristen Leerstand mitten im lebendigen Kaiviertel. Das tut der Altstadt nicht gut.“
„Es heißt, in der Krise liege die Chance. Ich hoffe, die Landeshauptfrau nutzt sie, um den Posthof im Sinne der Allgemeinheit zu nutzen. Zum Beispiel war angedacht, dass das Café spezielle Angebote für Salzburger Studierende und junge Menschen vorsieht. Das hat man beim alten Konzept stillschweigend unter den Tisch fallen lassen. Das könnte man ergänzen um ein günstiges Mittagessen für Menschen, die in der Altstadt wohnen und arbeiten“, sagt Hangöbl.
Wichtig ist der KPÖ, dass auch der große Innenhof wieder nutzbar wird. „An heißen Tagen ist er eine schattige Oase. Gerade für Familien mit Kindern ist das praktisch. Davon gibt es in der Altstadt nicht viel“, sagt Hangöbl: „Es wäre eine Chance, auch den landeseigenen Rosengarten, der zum Chiemseehof anschließt, zu öffnen. Haslauer konnten wir 2024 davon leider nicht überzeugen, aber vielleicht kann sich Landeshauptfrau Edtstadler dazu durchringen.“