Immer mehr Schimmel in Wohnungen: Stadt startet kostenloses Beratungsangebot für Bürger mit wenig Einkommen


Immer mehr Schimmel in Wohnungen: Stadt startet kostenloses Beratungsangebot für Bürger mit wenig Einkommen
Pressestelle - Salzburg
20. Februar 2026
Schimmel in den eigenen vier Wänden ist eine schwere gesundheitliche Belastung, vor allem wenn erkrankte Personen oder Kinder im Haushalt wohnen. Deshalb bietet die Stadt Salzburg erstmals eine kostenlose Schimmelberatung für Menschen mit wenig Einkommen an, organisiert vom Salzburger Mieterschutzverband. „Jeder zehnte Haushalt ist von Schimmel betroffen. Oft sind bauliche Probleme die Ursache, aber wegen der teuren Energiekosten müssen auch viele Menschen beim Heizen sparen. Menschen mit niedrigen Einkommen sind dreifach betroffen: Sie wohnen eher in schimmelanfälligen Wohnungen, spüren die teuren Heizkosten stärker und können sich schwerer eine professionelle Beratung leisten“, sagt Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl: „Deshalb startet die Stadt erstmals eine kostenlose Schimmelberatung für Bürger mit wenig Einkommen. Die KPÖ hat in den Budgetverhandlungen erreicht, dass heuer 8.000 Euro zur Verfügung stehen. Stadt-Salzburger, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt, können die Aktiv:Karte beantragen und sich direkt an den Mieterschutzverband wenden. Damit setzen wir ein Projekt aus dem Arbeitsprogramm der Stadtregierung um.“
Mieterschutzverband bietet Beratung und Hilfe an
„Schimmel in Wohnungen ist leider ein ständig wiederkehrendes Problem. Durch eine effiziente Schimmelberatung erwarten wir eine Verbesserung der Situation für die Mieter. Einerseits können bauliche Mängel als mögliche Ursache erfasst werden, andererseits können Bewohner hinsichtlich einer Verbesserung ihres Nutzerverhalten professionell beraten werden. Eine Schimmelberatung war mir schon lange eine Herzensangelegenheit und es freut mich daher umso mehr, dass dies heuer mit einer Förderung durch die Stadt Salzburg für Personen mit Aktiv:Karte realisiert werden konnte. Mieter können sich bei Bedarf an den Mieterschutzverband wenden“, sagt Karin Edtbrustner, Geschäftsführerin des Mieterschutzverband Salzburg.
Land stellte Schimmelberatung ein
Die hohen Energie- und Heizkosten sind für viele Menschen zu einem großen Problem geworden. Sie haben in den letzten Wintern dazu geführt, dass weniger geheizt wurde, um Kosten zu sparen. Dies hat zu einer Zunahme von Schimmelproblemen geführt. Wenn die Temperaturen in der Wohnung sinken, kann sich Feuchtigkeit leichter zu Schimmel entwickeln, da kalte Wände weniger Feuchtigkeit aufnehmen können und es zu Kondenswasserbildung kommen kann. Darüber hinaus gibt es in der Stadt Salzburg einen großen Altbaubestand, der einer thermischen Sanierung bedarf. Die Anfragen im Wohnservice nach einem Wohnungswechsel aufgrund der Schimmelproblematik haben stark zugenommen. Leider gibt es in der Stadt Salzburg keine Schimmelberatung mehr, da die Energieberatung des Landes Salzburg diese Beratungen unter Landesrätin Berthold 2021 eingestellt hat. Damals legte man den Fokus auf andere Themen, z.B. den Umstieg von Einfamilienhausbesitzern auf Wärmepumpen.
„Die Stadt kann sich zwar nicht um alle Themen kümmern, aber hier greifen wir Menschen unter die Arme, die es brauchen. Es geht um die Wohnzufriedenheit, aber auch um die Gesundheit der Stadt-Salzburger“, sagt Dankl.
Kontakte und Links:
Aktivkarte der Stadt Salzburg: https://www.stadt-salzburg.at/aktivkarte
Mieterschutzverband Salzburg:
0662/841252-5
[email protected]
Hofhaymer-Allee 9-11, 5020 Salzburg
https://www.mieterschutzverband.at/bundeslaender/mieterschutzverband-salzburg/