Knalleffekt bei Festspielhaus-Sanierung: Rechnungshof sieht Kostenexplosion auf 635 Millionen Euro

Pressestelle - Salzburg

26. Juni 2026

KPÖ fordert Redimensionierung des Projekts

Wie das Profil berichtet, zeichnet ein Rohbericht des Rechnungshofs ein verheerendes Bild von der Festspielhaus-Sanierung. Die Kosten laufen offenbar völlig aus dem Ruder: Während die offiziellen Angaben zuletzt bei über einer halben Milliarde Euro lagen, geht der Rechnungshof mittlerweile von bis zu 635 Millionen Euro aus. Ursprünglich waren 263 Millionen Euro veranschlagt. Grund für die Kostenexplosion ist, dass wesentliche Kosten – Grundstückskosten, Beratungs- und Gutachtenskosten, Denkmalschutzfragen und Interimsflächen – nicht eingepreist waren.

Die KPÖ fordert jetzt eine Redimensionierung des Projekts. „Wenn es um das Prestigeprojekt Festspielhaus-Erweiterung geht, scheint Geld für die schwarz-blaue Landesregierung keine Rolle zu spielen. Die wahren Kosten wurden mit allen möglichen Tricks verschleiert und kleingerechnet. Man hat sich für die zweitteuerste von sieben Varianten entschieden und die Öffentlichkeit über Alternativen im Dunkeln gelassen. Wer das kritisiert, wird als Kulturfeind gebrandmarkt. Für noch eine Budgeterhöhung gibt es absolut keinen Spielraum. Die Landeshauptfrau muss sich als Finanzverantwortliche darum kümmern, die Kosten im Sinne der Allgemeinheit einzufangen“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl. Die KPÖ hat sich als einzige Partei in Landtag und Gemeinderat gegen die Festspielhaus-Erweiterung in der Maximalvariante ausgesprochen. Zuletzt wurde ein Dringlicher Antrag der KPÖ zum Ersatzquartier von ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grünen im Landtag abgelehnt.

Link zum Profil-Bericht: https://www.profil.at/investigativ/salzburger-festspiele-rechnungshof-festspielbezirk-2030-kostenexplosion/403172434