KPÖ fordert Umdenken beim Wohnbau: Fokus auf geförderten Mietwohnbau statt Eigentumsförderung


KPÖ fordert Umdenken beim Wohnbau: Fokus auf geförderten Mietwohnbau statt Eigentumsförderung
Pressestelle - Salzburg
16. Februar 2026
Die Antragsmöglichkeiten für die Eigentumsförderung des Landes Salzburg sind für das Jahr 2026 bereits so gut wie ausgeschöpft. Darauf hat die KPÖ schon vor zwei Wochen im Landtag aufmerksam gemacht, jetzt schlagen auch die Wohnbauträger, allen voran die Gemeinnützigen Alarm. „FPÖ-Landesrat Zauner hat in den Diskussionen um die neue Wohnbauförderung regelmäßig betont, das Land habe genug Geld, es werde einfach zu wenig gebaut. Wie man sieht, liegt es sehr wohl am Geld. Bei einem Budget für die Eigentumsförderung von gut 10 Millionen Euro reicht der Kuchen nicht für alle. Es braucht gemeinnützige Mietwohnungen, das haben mittlerweile sogar die gewerblichen Bauträger und viele Bürgermeister eingesehen. Nur die Landesregierung ignoriert das beharrlich“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.
Eigentumsförderung führt zu höheren Wohnungspreisen
Die Eigentumsförderung als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss hat die Wohnungspreise in Salzburg angeheizt. Das belegt die eigens vom Land Salzburg eingeholte Studie Evaluierung der Salzburger Wohnbauförderung des Wiener Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen, in der es heißt: „Insgesamt verlor das System an sozialer Treffsicherheit, da einkommens- und vermögensstarke Haushalte besonders stark von den Einmalzahlungen profitierten. Durch die pauschalierten Förderungen entstand auch das Risiko einer kontraproduktiven Preisdynamik, indem Wohnbauträger die Förderung als fixen Finanzierungsteil einpreisten.“
Trotzdem beharren ÖVP und FPÖ auf diesem ineffizienten und ungleichen System. „Wenn die Landesregierung schon unbedingt Eigentum fördern will, dann soll sie das mit einem Darlehenssystem machen, bei dem das Geld wieder zurückfließt. Sonst bezahlen wir mit der Wohnbauförderung die Gewinne der Banken. Eine ehrliche Eigentumsförderung sollte allen Salzburgern die gleiche Chance auf Wohnraum geben und günstigere Preise ermöglichen, statt den Preis weiter hinaufzuschrauben“, sagt Hangöbl.