KPÖ-Forderung erfüllt: mit Aktiv:Karte zu Festspiel-Proben


KPÖ-Forderung erfüllt: mit Aktiv:Karte zu Festspiel-Proben
Pressestelle - Salzburg
22. Juli 2026
Die KPÖ freut sich über die Ausweitung der Aktiv:Karte für Stadt-Salzburger mit niedrigem Einkommen auf die Salzburger Festspiele. „Wir haben vor Jahren aufgedeckt, dass Stadt und Land jeweils rund 1.000 Freikarten für die Salzburger Festspiele bekommen, die meisten aber ungenutzt liegen lassen und an die Festspiele zum Weiterverkauf zurückgeben, anstatt der Bevölkerung eine breitere Teilhabe an diesem Kulturangebot zu ermöglichen. Wir sind so lange lästig geblieben, bis sich in der Handhabe etwas geändert hat. In der neuen Stadtregierung ist das auf offene Ohren gestoßen: Die Stadt Salzburg hat im November 2025 beschlossen, ihr Freikarten-Kontingent deutlich zu reduzieren und gleichzeitig bekräftigt, dass man über die Aktiv:Karte Menschen mit wenig Einkommen die Chance geben möchte, dieses Angebot der Hochkultur zu nutzen. Da sieht man: Man muss dranbleiben, dann sind auch sozialpolitische Verbesserungen im Kulturbereich erreichbar“, sagt Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl.
Gleichzeitig zeigt eine heute übermittelte Anfragebeantwortung an Landtags-Klubchefin Natalie Hangöbl, dass sich beim Land noch nichts bewegt hat. Im Jahr 2025 hat die Landesregierung immer noch 1.082 Freikarten bekommen, davon aber nur rund ein Viertel benötigt. Die meisten Karten sind ungenutzt an die Festspiele zum Weiterverkauf zurückgegangen. „Wir fordern die Landesregierung auf, nach dem Vorbild der Stadt Salzburg eine Aktiv:Karte einzuführen, um auch den Salzburgern aus den Landgemeinden einen ermäßigten Eintritt zu Kultureinrichtungen zu ermöglichen. Das hat sich in der Stadt sehr gut bewährt und wird sehr gut angenommen. Die Landesregierung könnte ihr Freikarten-Kontingent reduzieren und dafür allen Salzburgern diesen Zugang ermöglichen“, sagt Hangöbl. Gleichzeitig fordert die KPÖ die Landesregierung auf, offenzulegen, für wen diese rund 250 Freikarten verwendet wurden, damit ein Mindestmaß an Transparenz herrscht.
Link zur Anfragebeantwortung: http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/345-BEA.pdf