KPÖ-Hangöbl: Recht muss auch für millionenschwere Gutsbesitzer gelten

Pressestelle - Salzburg

30. März 2026

KPÖ bringt Anfrage zu den umstrittenen Aussagen des Landesjägermeisters ein

Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof hat vergangene Woche mit Aussagen zum Wolfsabschuss für einen Aufreger gesorgt. Beim Grundeigentümertag in Vorarlberg sagte er unter anderem: „Wenn ein Wolf meine Schafe auch nur dumm anschaut, lege ich ihn um“ und – angesprochen auf einen möglichen Entzug des Jagdscheins – „den zweiten schieße ich ohne Jagdschein, das ist nicht das Problem“. Rückendeckung erhielt er von Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, die in der Landesregierung sowohl für Natur- und Umweltschutz als auch für die Jagd zuständig ist.

Die KPÖ will jetzt in einer Anfrage wissen, wie Mayr-Melnhofs Ankündigung gesetzeswidriger Handlungen mit seiner Stellung als Landesjägermeister vereinbar ist und ob ihm dafür jagdrechtliche Konsequenzen drohen. „Man kann beim Thema Wolf ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber am Ende muss das Recht für alle gelten – auch für den Landesjägermeister und erst recht für Svazek als zuständiges Regierungsmitglied. Wer glaubt, über dem Gesetz zu stehen, hat in solchen Positionen nichts verloren“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.