Leerstandsabgabe: KPÖ will Schlupflöcher schließen

Pressestelle - Salzburg

28. April 2026

Dringlicher Antrag wird morgen im Landtag diskutiert

Die Lage am Salzburger Wohnungsmarkt ist nach wie vor angespannt. Viele Wohnungen werden dem Markt bewusst entzogen, weil Eigentümer auf steigende Werte spekulieren: Sie halten Wohnungen zurück, Wohnraum wird knapp, dadurch steigt der Preis. Deshalb hat Salzburg 2023 die Leerstandsabgabe eingeführt. Aktuell heben 46 von 119 Gemeinden die Abgabe ein, 20 haben sie wieder abgeschafft. Viele Bürgermeister bemängeln, dass sie zu niedrig und wegen der vielen Ausnahmen nur schwer zu administrieren sei. „Die Einführung der Leerstandsabgabe 2023 war ein guter erster Schritt. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass sie zu niedrig ist und zu viele Schlupflöcher hat. Deshalb muss jetzt geprüft werden, wie die Leerstandsabgabe verbessert werden kann“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Es ist absurd, dass für Vorsorgewohnungen für Kinder bis zum 40. Lebensjahr (!) keine Abgabe fällig wird und dass sie sogar für gewerbliche Bauträger nicht gilt. Das muss dringend überarbeitet werden.“ Ein entsprechender Dringlicher Antrag der KPÖ wird morgen, Mittwoch, in der Plenarsitzung des Salzburger Landtags diskutiert.

Link zum Dringlichen Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/401.pdf