Michael-Pacher-Straße 36: Doch kein Verkauf?

Pressestelle - Salzburg

23. Juli 2025

Akteneinsicht zeigt: Weder das für Februar angekündigte Verkehrswert-Gutachten noch ein Exposee existieren

Mit der Fertigstellung des neuen Landesdienstleistungszentrums beim Hauptbahnhof ziehen 2026 zahlreiche Ämter aus der Michael-Pacher-Straße 36 aus. Damit wird eine große Landesimmobilie in bester Stadtlage frei. Die schwarz-blaue Landesregierung hat angekündigt, das Grundstück in einem Bieterverfahren verkaufen zu wollen.

Eine Anfrage der KPÖ PLUS im November hat ergeben, dass bis Februar 2025 ein Verkehrswert-Gutachten vorliegen und im ersten Halbjahr 2025 ein Exposee erstellt werden soll, damit im zweiten Halbjahr 2025 das Bieterverfahren durchgeführt werden kann. „In den letzten Monaten unter Landeshauptmann Haslauer ist es auffällig still um die Michael-Pacher-Straße geworden. Wir haben deshalb Akteneinsicht genommen und dabei festgestellt: Das angekündigte Gutachten gibt es jetzt – ein halbes Jahr später – immer noch nicht und auch ein Exposee ist nicht in Sicht. Offenbar hat es in der Landesregierung eine Nachdenkpause gegeben. Wir hoffen, dass sich ÖVP und FPÖ eines Besseren besinnen und das Grundstück im Landeseigentum halten, anstatt es zu verkaufen“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.

Die KPÖ PLUS hat vorgeschlagen, das Grundstück im Eigentum des Landes zu halten und ein Baurecht an einen gemeinnützigen Bauträger zu vergeben. „Ein Baurecht hätte für das Land Vorteile: Das Grundstück bleibt im Eigentum des Landes, nach Ablauf des Baurechts fällt es samt Gebäude wieder an das Land, das außerdem eine über Jahrzehnte stabile Einkommensquelle hat. Leistbares Wohnen wäre damit sichergestellt. Einziger Nachteil: Die Landesregierung kann ihr Budget nicht kurzfristig aufpolieren“, sagt Hangöbl.

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