Mieten um neun Prozent gestiegen: KPÖ PLUS fordert allgemeinen Mietendeckel

Pressestelle - Salzburg

25. November 2025

Die Preise für die Neuanmietung von Wohnungen sind in Salzburg im Schnitt um neun Prozent gestiegen, das zeigt die Analyse der Immobilienplattform ImmoScout24. Damit liegt Salzburg im Österreich-Vergleich wieder einmal im Spitzenfeld – nur in Tirol und Wien fiel der Anstieg höher aus. 19,9 Euro beträgt die durchschnittliche Quadratmeter-Miete mittlerweile. Verglichen wurden die ersten zehn Monate der Jahre 2024 und 2025.

„Die Preise am privaten Wohnungsmarkt galoppieren weiterhin davon. Plus neun Prozent bei einer Inflationsrate von vier Prozent sind Wahnsinn. Das lässt sich sachlich nicht rechtfertigen. Es braucht endlich einen allgemeinen Mietendeckel, der auch für den privaten Wohnungsmarkt gilt“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl (KPÖ PLUS): „Das Parlament könnte den privaten Wuchermieten mit einem einzigen Beschluss einen Riegel vorschieben. Man müsste nur den bestehenden Mietendeckel ausweiten, den das Mietrechtsgesetz derzeit nur für Altbauwohnungen vorsieht.“ Das 1982 beschlossene Gesetz deckelt Mieten in Gebäuden, die vor 1945 errichtet wurden. Seit 1982 wurde dieser Stichtag aber nie wieder angepasst. Da neu gebaute Wohnungen nach rund 30 Jahren abbezahlt sind, könnten die Mieten in den ausfinanzierten Wohnungen deutlich sinken.

„In der Stadt Salzburg unternehmen wir viel gegen Leerstand und die Zweckentfremdung von Wohnraum durch Airbnb & Co. Das kann aber einen Mietendeckel gegen private Wuchermieten nicht ersetzen. Da ist die Bundesregierung gefordert, im Mietrechtsgesetz eine Lösung zu finden, indem man eine Höchstmiete pro Quadratmeter vorgibt. Die jetzige Mietenbremse ist zu schwach, um das zu gewährleisten“, sagt Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl.

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