Mikrohotels: Novelle wird Problem nicht lösen

Pressestelle - Salzburg

22. Mai 2026

KPÖ fordert gesetzliche Definition, damit Gemeinden handeln können

Immer mehr Wohnungen werden dem angespannten Salzburger Wohnungsmarkt durch sogenannte Mikrohotels entzogen. Dabei handelt es sich um Unterkünfte mit Self-Check-In und externer Zimmerreinigung, aber ohne Rezeption und hoteltypisches Verpflegungsangebot. Unter 60 Betten braucht es dafür keine Bewilligung. FPÖ-Landesrat Zauner hat jetzt eine Gesetzesnovelle vorgelegt. Lösen wird sie das Problem allerdings nicht, sagt die KPÖ.

„Es ist gut, dass mittlerweile auch ÖVP und FPÖ Mikrohotels als Problem anerkennen. Die Novelle, die FPÖ-Landesrat Zauner vorgelegt hat, wird das Problem aber nicht lösen. Es braucht eine gesetzliche Definition, was ein Mikrohotel überhaupt ist, damit die Gemeinden dagegen vorgehen können. Diese Definition fehlt in der Novelle. Es ist unverständlich, dass sich Zauner das nicht getraut hat. Wen will er schützen?“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Wir haben im Landtag einen konkreten Vorschlag einer Definition gemacht. ÖVP und FPÖ haben ihn aber letzte Woche abgelehnt.“

Link zum KPÖ-Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/361.pdf