Neugestaltung des Südtiroler Platzes: KPÖ hat Anrainer befragt

Pressestelle - Salzburg

2. April 2026

Der Vorplatz des Salzburger Hauptbahnhofs ist eine sprichwörtliche Baustelle. Seit Jahren beschäftigt er Anrainer, Bürger, Fahrgäste und Stadtpolitik – und soll bald eine echte Baustellen werden. Nach den Plänen von Stadt und ÖBB soll der Südtiroler Platz neugestaltet werden. In Vorbereitung dieser Planungen hat die KPÖ mit Ehrenamtlichen die Anrainer in den benachbarten Wohngebieten befragt und an über 1.000 Haustüren geklopft. Die Ergebnisse will die Fraktion in die zukünftigen Planungen einbringen.

„Den Bewohnern der Bahnhofsgegend sind vor allem drei Dinge wichtig: Erstens, ein ordentliches und sauberes Erscheinungsbild, damit man mit einem guten Gefühl auch abends am Südtiroler Platz unterwegs sein kann. Zweitens, eine Lösung der teils gefährlichen Verkehrssituation, die vor allem bei den Bushaltestellen mit ihren 90-Grad-Kurven, die für Fußgänger, Radfahrer, Taxis und Obusse sehr unübersichtlich ist – das gehört entzerrt. Und drittens, eine Bandbreite an ‚kleinen‘ Themen, von der Taubenbelastung über das Fehlen eines öffentlichen WCs bis hin zum sehr versteckt wirkenden antifaschistischen Mahnmal, das einfach besser erkennbar sein soll“, sagt Cornelia Plank, KPÖ-Klubvorsitzende im Gemeinderat: „Außerdem wünschen sich die Anrainer eine Begrünung, damit es gerade an Hitzetagen eine bessere Aufenthaltsqualität gibt. Derzeit ist der Südtiroler Platz eine Steinwüste, wo sich niemand gerne aufhält. Dazu gehören auch die sozialen Themen, die am Bahnhof sichtbar werden. Hier braucht es sozial verträgliche Lösungen und klare Verantwortlichkeiten, wer sich um das Funktionieren des Platzes kümmert.“

Der nächste Schritt in der Stadtpolitik wird sein, dass die Stadtplanung gemeinsam mit den ÖBB eine Planung beauftragt. Die städtische Bauabteilung in der Ressortverantwortung von Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl wird dann an der baulichen Umgestaltung beteiligt sein. „Der Bahnhof ist ein Knotenpunkt nicht nur für Fahrgäste wie Pendler und Touristen, sondern auch für die Stadt-Salzburger. In den letzten Jahren ist sehr viel Geld für die Verschönerung der Altstadtplätze ausgegeben worden. In Zukunft muss auch Geld da sein, damit man die Elisabeth-Vorstadt, einen Stadtteil, der nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand, schöner und einladender gestaltet“, sagt Dankl.