Öffi-Tickets: Kritisieren ÖVP und FPÖ Stefan Schnöll?
Pressestelle - Salzburg
17. September 2025
Auch wenn nur wenige hundert Meter den Chiemseehof vom Alten Rathaus bei der Staatsbrücke trennen, wirft das Stimmverhalten von ÖVP und FPÖ Fragen auf. Während LH-Stellvertreter Schnöll (ÖV) eine Inflationsanpassung der Ticketpreise für den öffentlichen Verkehr ankündigte, kritisieren die schwarz-blauen Mitglieder des Gemeinderats in der Stadt Salzburg just das. Um die steigenden Gehälter für Busfahrer und die Energiekosten abzudecken, steigt der Preis für Wochenkarten in der Kernzone von 22 auf 23 Euro. Das hat eine Mehrheit im Gemeinderat heute für die Kernzone beschlossen, ohne ÖVP und FPÖ. Für die anderen fünf Regionen des Verkehrsverbunds entscheidet die Landesregierung über die Anpassung, also ÖVP und FPÖ. „Wenn die schwarz-blaue Landesregierung für fünf Regionen die Tarife an die Inflation anpasst, aber nur in der Kernzone nicht, ist das entweder schlecht abgesprochen oder eine indirekte Kritik an ÖVP-Regierungsmitglied Schnöll“, sagt Klubvorsitzende Cornelia Plank (KPÖ PLUS).
Stadt baut Gaisberg-Bus ausMit einem weiteren Beschluss hat der Gemeinderat der Stadt Salzburg den Gaisberg-Bus verdichtet: Bisher fuhr die Linie 151 von Montag bis Freitag alle 90 Minuten. Zukünftig fährt der Bus stündlich. Am Wochenende und an Feiertagen wird das Angebot von 45 auf 30 Minuten verbessert. An 25 Tagen pro Jahr kann der Takt noch weiter verbessert werden, auf drei Busse pro Stunde (alle 22 Minuten). Die Kosten steigen von rund 390.000 Euro pro Jahr auf rund 820.000 Euro jährlich. Die Mehrkosten von 430.000 Euro liegen rund 50.000 Euro über den Mehreinnahmen durch die Inflationsanpassen (rund 388.000 Euro).
Stadt nimmt zusätzliche Millionen in die HandDer Gaisbergbus ist ein kleiner Teil des Öffi-Ausbaus der neuen Stadtregierung, neben der Rückkehr zum 10-Minuten-Takt, der Busanbindung der Rennbahnsiedlung mit der Linie 17 und der Verlängerung der Linie 22 in Schallmoos. Viele weitere Maßnahmen sind auf Schiene. „Die Stadt investiert in großem Stil in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Bis 2031 kommen jährlich 17 Millionen hinzu. Diese Mittel sind gut investiert, weil es die Stadt vom Verkehr entlastet, Bewohner und Umwelt schützt und ein Anreiz zum Umsteigen ist“, sagt Plank.