Pflegekrise: KPÖ will ausreichende Finanzierung statt endloser Arbeitsgruppen


Pflegekrise: KPÖ will ausreichende Finanzierung statt endloser Arbeitsgruppen
Pressestelle - Salzburg
20. Mai 2026
Die Salzburger werden immer älter und damit steigt auch der Bedarf an Pflege. Die Bedarfsplanung des Landes zeigt, dass bei den Pflegekräften eine große Lücke klafft: Mehr als 1.500 Pflegekräfte fehlen bis 2035. Aktuell erarbeiten Experten im Rahmen der Pflegeplattform III Lösungen für den Pflegebereich. Der Salzburger Landtag hat sich heute, Mittwoch, in einer Enquete mit dem Thema Pflege beschäftigt.
„Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird, damit sich wieder mehr Menschen für den Beruf entscheiden und weniger abspringen. Es braucht eine angemessene Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten. Die Landesregierung lässt schon zum dritten Mal Experten über Pflege diskutieren, hat aber noch nicht einmal die Empfehlungen der zweiten Pflegeplattform umgesetzt. Die besten Ideen helfen nicht, wenn es dann an der Finanzierung scheitert. Es wird Zeit, dass Schwarz-Blau beim Thema Pflege endlich in die Gänge kommt“, sagt KPÖ-Landtagsabgeordneter Christian Eichinger: „Ein Großteil der Pflege wird von Angehörigen – vor allem von Frauen – übernommen. Die Folge ist oft Altersarmut wegen fehlender Versicherungszeiten. ÖVP und FPÖ müssen ihre Blockadehaltung bei der Anstellung von pflegenden Angehörigen aufgeben.“