Psychologische Betreuung von Flüchtlingen: Svazek streicht Förderung
Pressestelle - Salzburg
13. August 2025
Landeshauptfrau-Stellvertreterin Svazek, die interimistisch das Sozialressort leitet, hat dem Verein Hiketides die Fördermittel für 2026 gestrichen. Hiketides bietet Psychotherapie und psychologische Begleitung für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung an. „Vereine wie Hiketides leisten einen wesentlichen Beitrag, geflüchtete Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dass Svazek in diesem Bereich die Mittel streicht, zeigt, was sie von Integration hält. Damit ist das gerade entstehende Integrationsleitbild des Landes das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben sein wird. Die FPÖ torpediert den Integrationsprozess, wo immer es geht. Dass ausgerechnet Svazek als Integrationslandesrätin die Förderung einstellt, grenzt an Arbeitsverweigerung“, sagt KPÖ-Sozialsprecher Markus Walter: „Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar: Die ambulante psychologische Behandlung kostet nur einen Bruchteil dessen, was ein Spitalsbett auf der Psychiatrie kostet.“ Experten betonen, wie wichtig die psychotherapeutische Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen ist. „Wer seit Jahren bewährte Präventionsarbeit zerschlägt, ist mitverantwortlich, wenn etwas passiert“, sagt Walter. Die KPÖ PLUS will jetzt mittels Anfrage wissen, warum die Förderung gestrichen wurde, wer die Aufgaben in Zukunft abdecken wird und wie die Entscheidung mit dem Integrationsleitbild vereinbar ist.
Link zur Anfrage:https://service.salzburg.gv.at/lpi/viewExtern?id=40126