Schwarz-Blau will Steuergeschenke für Immobilien-Konzerne

Pressestelle - Salzburg

25. Februar 2026

Unter dem Deckmantel der „Attraktivierung der Hauptwohnsitzvermietung“ haben ÖVP und FPÖ heute im Salzburger Landtag beschlossen, den Bund zur Ausarbeitung eines steuerlichen Anreizmodells für Vermieter aufzufordern. Mit steuerlichen Begünstigungen sollen Vermieter dazu bewegt werden, ihre Wohnungen regulär zu vermieten und nicht auf Plattformen wie Airbnb anzubieten. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns Edtstadler und Svazek nicht erklären, wie sehr das Land sparen muss – und ausgerechnet in dieser schwierigen Lage beschließen sie einen Antrag, der Immobilien-Konzernen Steuergeschenke in Millionenhöhe bringt. Die Begründung ist abenteuerlich: Weil ein paar Menschen illegal über Airbnb vermieten, schenkt man allen Vermietern Geld. Wie die dadurch wegfallenden Steuereinnahmen ersetzt werden sollen, sagen ÖVP und FPÖ nicht“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Schwarz-Blau erzählt gerne das Märchen vom ‚armen, kleinen Vermieter‘, der sich das Vermieten kaum leisten kann und dringend Entlastung braucht. Die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache: Vermieter kommen zum allergrößten Teil aus dem obersten Einkommens-Zehntel. Das zeigt, auf welcher Seite ÖVP und FPÖ stehen, wenn es um leistbares Wohnen geht.“


KPÖ Salzburg