Schwarzstraße: ÖVP, SPÖ und FPÖ rollen Stift Admont den Roten Teppich aus

Pressestelle - Salzburg

10. Juli 2025

Statt einer Schule kommen Wuchermieten von 25 Euro pro Quadratmeter

Verwunderung herrschte heute im Planungsausschuss der Stadt Salzburg über das Abstimmungsverhalten der Parteien: Das reiche Stift Admont will in der Schwarzstraße 35 anstelle einer Schule hochpreisige Immobilien errichten. Auf die Forderung von Planungsstadträtin Schiester und Wohnen-Vizebürgermeister Dankl, zumindest ein Drittel geförderte Mietwohnungen vorzusehen, ist das mächtige Stift nicht eingegangen. Trotzdem konnten sie sich eine knappe Mehrheit von ÖVP, FPÖ und SPÖ sichern. „Nun drohen im frei finanzierten Wohnbau Preise von 25 Euro pro Quadratmeter und mehr. Das ist für normalsterbliche Salzburger unbezahlbar und wohnungspolitisch ein Wahnsinn. Dass sich die ÖVP mit Immobilieninvestoren gut versteht, ist bekannt. Überraschend ist, dass SPÖ und FPÖ mitziehen“, sagt Dankl.

Pseudo-Entgegenkommen wirft Fragen aufDie Schwarzstraße dürfte für das wirtschaftlich potente Kloster eine Goldgrube werden. Für die Allgemeinheit schaut hingegen wenig raus: Nur 18 von 130 Wohnungen werden preisgedeckelt vom Wohnservice der Stadt vergeben – und auch das nur befristet auf zwanzig Jahre. Kurios ist außerdem, dass sich diese 18 Wohnungen alle im Altbau befinden, der ohnehin den Mietpreisgrenzen des Mietrechtsgesetzes unterliegen. „Etwas zu bekommen, was das Gesetz ohnehin zwingend vorsieht, ist kein Entgegenkommen, sondern ein peinlicher Fehler oder ein Feigenblatt. Wohnungspolitik im Sinne der breiten Mehrheit sieht anders aus“, sagt Planungssprecherin Sara Sturany (KPÖ PLUS). Die Verhandlungen hat direkt der Bürgermeister geführt, vorbei an der zuständigen Stadträtin Schiester, wie diese in einer schriftlichen Ressortstellungnahme betont.