Sozialunterstützung: Rückgang trotz steigender Armut

Pressestelle - Salzburg

14. Juli 2026

KPÖ fordert Abbau von Hürden bei der Beantragung

FPÖ-Landesrat Fürweger hat heute den Sozialbericht des Landes für 2025 präsentiert. Aus dem Bericht geht unter anderem hervor, dass immer weniger Haushalte Sozialunterstützung beziehen – obwohl die Zahl der Armutsgefährdeten in Salzburg um 16 Prozent gestiegen ist. „Trotz steigender Arbeitslosigkeit und schlechter Wirtschaftslage sinkt die Zahl der Sozialunterstützungs-Bezieher. Da stimmt etwas nicht. Aus unseren Sprechstunden wissen wir, dass die Ursachen vor allem Hürden beim Sozialamt sind. Das bestätigt auch der Schatten- und Wahrnehmungsbericht der Armutskonferenz. Edtstadler und Svazek reden gerne über Entbürokratisierung – der Sozialbereich könnte im Sinne der Bürgerfreundlichkeit weniger Bürokratie gut brauchen“, sagt KPÖ-Landtagsabgeordneter und -Sozialsprecher Markus Walter.

Dramatischer Rückgang beim Heizkostenzuschuss
Die Zahl der ausbezahlten Heizkostenzuschüsse ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent eingebrochen – von 10.844 auf nur mehr 7.379. 74.000 Salzburger gelten als armutsgefährdet. Hauptgrund ist die niedrige Einkommensgrenze, die mehr als 400 Euro unter der Armutsgefährdungsgrenze (1.827 Euro netto monatlich) liegt. „Wenn nur ein Zehntel der Armutsgefährdeten in Salzburg den Heizkostenzuschuss bekommt, dann läuft etwas falsch. Die schwarz-blaue Landesregierung weigert sich seit Jahren, die Einkommensgrenze anzupassen und ordentlich über den Zuschuss zu informieren. Das ist zutiefst unsozial“, sagt Walter. Die KPÖ wird im Herbst einen Antrag zur Anpassung der Einkommensgrenze einbringen.