Suspendierte Schüler: Datenschutz darf Informationsaustausch nicht behindern

Pressestelle - Salzburg

15. Juni 2026

Mehr Ressourcen für Schulsozialarbeit & Co. notwendig

Wenn sie suspendierte Schüler aufnehmen, erhalten Schulen wenig bis keine Informationen über die Hintergründe der Suspendierung, das kritisiert die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer. Die Bildungsdirektion verweist auf den Datenschutz. Zudem solle so Stigmatisierung verhindert werden. Die KPÖ fordert einen besseren Informationsaustausch. „Nach einer Suspendierung ist am wichtigsten, dass die betroffenen Kinder in der neuen Schule gut ankommen. Dabei müssen sie begleitet werden, damit sie nicht wieder in alte Muster fallen. Hier braucht es die Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und Kindern sowie – wenn nötig – der Kinder- und Jugendhilfe. Die Bildungsdirektion darf sich hier nicht hinter dem Datenschutz verstecken“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl, selbst Lehrerin an einer Mittelschule.

Mehr Ressourcen notwendig
Die Einrichtung von Fallkonferenzen, die der Bund ab Herbst plant, soll das Problem lösen. Dafür braucht es entsprechende Ressourcen. „Ob Fallkonferenzen erfolgreich sein können, hängt davon ab, wie viel Personal bereitgestellt wird. Eine gute Suspendierungsbegleitung scheitert derzeit an fehlender Schulsozialarbeit, Psychotherapie und daran, dass die überlastete Kinder- und Jugendhilfe nicht eingreifen kann“, sagt Hangöbl.

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