Teure Festspielhauserweiterung: KPÖ macht Ersatzspielstätte zum Thema im Landtag


Teure Festspielhauserweiterung: KPÖ macht Ersatzspielstätte zum Thema im Landtag
Pressestelle - Salzburg
4. Februar 2026
Die explodierenden Kosten der Festspielhaus-Erweiterung beschäftigten heute den Salzburger Landtag. Während die Gesamtkosten bereits auf eine halbe Milliarde klettern, bringt das Festspielmanagement zusätzliche Wünsche ins Spiel: Eine eigene Halle um 12 Millionen Euro soll auf die grüne Wiese gestellt werden, um für ein bis zwei Jahre als Ersatz für das Große Festspielhaus zu dienen. Ob andere Veranstalter außer den Festspielen eine solche Halle brauchen, ist bis heute offen. Das Adventsingen kann beispielsweise ohne Probleme auf die Felsenreitschule ausweichen. „Weder das Festspielmanagement noch Landeshauptfrau Edtstadler konnten bisher erklären, wer eine 12-Millionen-Euro-Halle auf der grünen Wiese noch braucht. Das Messezentrum hat die Größe, die Verkehrsanbindung und die Erfahrung, die eine Ersatzspielstätte braucht“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.
Der KPÖ-Antrag bezweckt, dass anstelle einer aufwändigen neuen Halle das Messezentrum in Betracht gezogen werden sollte. „Ja, das Messezentrum liegt nicht in der Altstadt, aber in Zeiten knapper Budgets ist das eine zumutbare Einschränkung. Man muss mit öffentlichen Geldern sorgsam umgehen. Mit 481 Millionen Euro für beide Bauphasen ist der Plafond nicht nur erreicht, sondern schon überschritten. Die Kritik an der Kostenexplosion kommt mittlerweile auch von jenen, deren Parteien bisher wenig dazu sagten, etwa vom designierten SPÖ-Parteiobmann Peter Eder oder der Bürgerliste in der Stadt“, sagt Hangöbl. Deren Landtagsklubs haben heute Vormittag dennoch angekündigt, am Nachmittag gemeinsam mit Schwarz-Blau gegen den KPÖ-Antrag zu stimmen.
Link zum Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/260.pdf