Tourismus in der Stadt: KPÖ PLUS stellt Lebensqualität der Bewohner in den Vordergrund
Pressestelle - Salzburg
17. September 2025
Der Salzburger Gemeinderat hat sich heute in einer Aktuellen Stunde mit dem Tourismus in der Stadt befasst. Die KPÖ PLUS plädierte dabei für eine Einbeziehung der Wohnbevölkerung. „Tourismus darf nicht gegen die Stadt stattfinden, sondern mit der Stadt – und mit ihren Bewohnern. Denn Massentourismus kann Städte zerstören. Wenn wir nur auf schnelle Gewinne setzen, verlieren wir die Seele der Stadt. Wenn wir den Alltag der Menschen verbessern, gewinnen alle: Salzburger genauso wie unsere Gäste“, sagt Cornelia Plank, Klubvorsitzende der KPÖ PLUS.
Mikrohotels: Wildwuchs eindämmenEs gibt viele Möglichkeiten, die Altstadt für die Salzburger wieder lebenswert zu machen. Die KPÖ PLUS schlägt beispielsweise vor, den Wildwuchs von Mikrohotels einzudämmen. „Mikrohotels schießen wie Schwammerl aus dem Boden, gerade in den Stadtteilen nahe dem Zentrum und beim Bahnhof. Sie verdrängen Wohnraum, aber auch Cafés, Bäckereien, Geschäfte und Lokale – oft ohne selbst Arbeitsplätze zu schaffen. Hier wird Wohnraum – ein Grundrecht – zur Ware gemacht. Die Gewinne wandern in die Taschen einiger weniger Investoren. Die Stadt braucht vom Land die nötigen Werkzeuge, um gegen den Wildwuchs an Mikrohotels vorgehen zu können. Am wirksamsten wäre eine Kennzeichnungspflicht im Flächenwidmungsplan für alle Hotelprojekte, auch kleine, damit die Gemeinden wieder steuern können, wie sie sich entwickeln“, sagt Plank.
Touristenbusse aus Innenstadt verbannenFür Ärger sorgen immer wieder die Reisebusse, die Tagestouristen für wenige Stunden in die Stadt bringen. „Wir müssen die wieder anschwellende Reisebus-Problematik in den Griff kriegen. Anstatt die Innenstadt zu verstopfen, gehören Reisebusse an den Stadtrand, zu gut angebundenen Park-&-Ride-Anlagen“, sagt Plank.
Altstadt muss wieder lebenswert werdenDie Nutzung der Altstadt soll nicht nur Touristen und Gastronomie vorbehalten sein. „Es braucht auch in der Altstadt Angebote für die einheimische Bevölkerung, bei denen es nicht nur ums Geld geht, die Neues zulassen, die die Stadt als Ganzes weiterentwickeln“ sagt Plank.