Umstrittene Spedition in Schallmoos: Bürgerinitiative sammelt 1.400 Unterschriften


Umstrittene Spedition in Schallmoos: Bürgerinitiative sammelt 1.400 Unterschriften
Pressestelle - Salzburg
9. März 2026
KPÖ unterstützt Forderung nach einer Bausperre
Mehr als 1.400 Unterschriften haben Salzburgerinnen und Salzburger heute im Schloss Mirabell dem Bürgermeister als Zeichen des Protests gegen eine weitere LKW-Lawine im Stadtteil Schallmoos übergeben. Dort will bekanntlich der niederländische Konzern Raben ein weiteres Logistikzentrum errichten, nachdem dort schon die Erweiterung der Firma Brüder Weiss in der jüngeren Vergangenheit für Aufsehen gesorgt hat.
Unterstützung kommt von der KPÖ, die eine weitere Ansiedlung von schwerverkehrslastigen Betrieben in Schallmoos klar ablehnt. „Schallmoos gilt als Stadtteil für die Zukunft, in dem eine neue Durchmischung von Wohnen und Arbeiten entstehen soll. Es kann nicht sein, dass die Lage mit hunderten LKWs am Tag noch einmal verschärft wird. Es braucht Gewerbe, das mit dem ganzen Stadtteil verträglich ist. Dazu kommt, dass andere Betriebe auf derselben Fläche viel mehr Arbeitsplätze schaffen als eine Spedition. Es ist Aufgabe der Stadt, hier steuernd einzugreifen“, sagt KPÖ-Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl.
„Unsere Juristen bestätigen, dass die Stadtgemeinde hier eine Bausperre verhängen kann. Das machen andere, etwa ÖVP-geführte Gemeinden aus dem Flachgau bereits, um unerwünschte Entwicklungen zumindest einmal auf Eis zu legen und Zeit für eine ernsthafte Diskussion und Neuausrichtung zu gewinnen. So eine Nachdenkpause bräuchte es auch für Schallmoos. Darum unterstützen wir diese Initiative der Schallmooserinnen und Schallmooser“, sagt Cornelia Plank, KPÖ-Klubvorsitzende im Gemeinderat.