ÖVP und FPÖ blockieren Kinderschutz in Ferienlagern

Pressestelle - Salzburg

10. Juni 2026

Viele Eltern stehen jedes Jahr aufs Neue vor der Herausforderung, für die Ferienmonate eine Betreuung für ihre Kinder zu finden. Familie, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder in Ferienlager. Angeboten werden solche Lager von zahlreichen Organisationen – Vereinen, aber auch privaten Anbietern. Einheitliche Standards gibt es dafür allerdings nicht. Betreiber sind weder verpflichtet, ein Ferienlager bei den Behörden anzuzeigen, noch von ihrem Personal einen Strafregisterauszug zu verlangen noch ein Kinderschutzkonzept vorzulegen. Der Salzburger Landtag hat heute einen Antrag der KPÖ diskutiert, um diese gesetzliche Lücke zu schließen. ÖVP und FPÖ haben den Antrag abgelehnt.

„Die Geschehnisse der letzten Wochen zeigen: Kinder brauchen einen besonderen Schutz. Es braucht auf Bundesebene endlich eine gesetzliche Regelung für Ferienlager und eine Vereinfachung bei der Beantragung von Strafregisterauszügen“, sagt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Aber auch die Landesregierung könnte Maßnahmen setzen, zum Beispiel mit verpflichtenden Kinderschutzkonzepten, Schulungen für das Personal und der jährlichen Vorlage eines Strafregisterauszugs. Kinderschutz muss Voraussetzung für eine Förderung durch das Land sein. Dass ÖVP und FPÖ beim Kinderschutz blockieren, ist unverantwortlich.“

 

Link zum Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/056.pdf