ÖVP und FPÖ blockieren Schutz für Abtreibungseinrichtungen

Pressestelle - Salzburg

5. März 2026

Vor Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen oder beraten, kommt es immer wieder zu sogenannter „Gehsteigbelästigung“. Fundamentalistische Abtreibungsgegner setzen Frauen gezielt unter Druck. Für Betroffene bedeutet das zusätzlichen Stress in einer ohnehin schwierigen Situation.

Im Bundesland Salzburg wird der Schwangerschaftsabbruch derzeit nur an einer einzigen Klinik angeboten – eine massive Hürde für viele Frauen. Zwar dürfen auch niedergelassene Gynäkologen den medikamentösen Abbruch durchführen, doch viele verzichten darauf aus Angst vor gefährlichen Aktionen. 

„Wer sich zu diesem Schritt entschließt, braucht Schutz und medizinische Versorgung – keine Einschüchterung vor der Tür. Dass Ärzte Drohbriefe, feindselige Demonstrationen vor Praxen oder Belästigung erleben müssen, ist inakzeptabel.  Da geht es um ihre persönliche Sicherheit und die ihrer Patientinnen", sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl.

Die KPÖ hat daher Schutzzonen vor Praxen und Einrichtungen im Bundesland vorgeschlagen, um einen sicheren und barrierefreien Zugang zu dieser Gesundheitsleistung zu gewährleisten.

Der Antrag wurde heute im Landtag mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ abgelehnt. 

Link zum Antrag: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/209.pdf