Wohnbauförderung: Dramatischer Rückgang bei Beziehern

Pressestelle - Salzburg

6. März 2026

Die Wohnbeihilfe des Landes Salzburg sorgt wieder einmal für Aufregung: Die Beantwortung einer KPÖ-Anfrage durch FPÖ-Landesrat Zauner zeigt, dass die Zahl der Salzburger Haushalte, die bei den teuren Wohnkosten unterstützt werden, im letzten Jahr um 600 eingebrochen ist. Im Durchschnitt beträgt die Wohnbeihilfe 280 Euro. „Wenn 600 Haushalte auf einmal um 280 Euro im Monat umfallen, ist das kein Grund für Jubelmeldungen, sondern vor allem einmal erklärungsbedürftig. Wir reden da von fast 3.500 Euro auf das Jahr gerechnet. Wenn das bei einer Alleinerziehenden auf einmal wegfällt, ist das dramatisch“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl: „Dass FPÖ-Landesrat Zauner just einen Tag vor der Beantwortung unserer Anfrage eine Jubelmeldung an die Öffentlichkeit schickt, ist bemerkenswert. Sie hat aber einen Schönheitsfehler: Er hat nämlich vergessen, zu erwähnen, dass 600 Haushalte seit 2025 gar keine Unterstützung mehr bekommen. Wir werden das im nächsten Wohnbauförderungsbeirat zum Thema machen und fordern eine Erklärung von Landesrat Zauner. Als Landesrat leistbares Wohnen zu beschwören und gleichzeitig schönzureden, wie 600 Salzburger Haushalte um ihre Unterstützung umfallen, passt nicht zusammen. Das ist unglaubwürdig.“

Die Wohnbeihilfe speist sich aus der Wohnbauförderung des Landes. Diese finanziert sich aus einem Prozent aller Bruttolöhne und -gehälter, die automatisch für die Wohnbauförderung abgeführt werden. Die Wohnbauförderung wird zum einen für den Wohnbau verwendet, zum anderen – in geringem Ausmaß – als monatliche finanzielle Hilfe für Haushalte, die sich das Wohnen sonst nicht leisten können. Diese Unterstützung gibt es als normale Wohnbeihilfe für Menschen in geförderten Mietwohnungen und als erweiterte Wohnbeihilfe für Personen in privaten Mietwohnungen, in denen der Mietzins einen bestimmten Höchstwert nicht überschreiten darf. Auffällig ist, dass der Rückgang um rund 600 Haushalte fast ausschließlich den Bereich der normalen Wohnbeihilfe betrifft. In der Anfragebeantwortung des Landesrats wird das nicht erklärt. „Es fehlt an allen Ecken und Enden an geförderten Mietwohnungen. Selbst im geförderten Bereich wird es für die Menschen mit der Leistbarkeit schon schwierig. Die Mietpreise müssen gedeckelt werden – nur so kann Wohnen wieder leistbar werden“, sagt Hangöbl.

Link zur Anfrage: http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/179-ANF.pdf

Link zur Anfragebeantwortung: http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/4Session/179-BEA.pdf

KPÖ Salzburg