Wohnbauförderung: Eigenlob löst keine Wohnungskrise


Wohnbauförderung: Eigenlob löst keine Wohnungskrise
Pressestelle - Salzburg
21. Mai 2026
Mit Verwunderung nimmt KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl die schöngefärbte Bilanz von FPÖ-Landesrat Zauner zur Wohnbauförderung im Jahr 2025 zur Kenntnis. Während es bei der Eigentumsförderung von 2024 auf 2025 ein Plus von 50 Prozent gab, lag die Zahl der geförderten Mietwohnungen bei nur 596. Die Summe, die für den geförderten Mietwohnbau bereitgestellt wurde, ist sogar von 118,6 Millionen Euro auf nur mehr 108,8 Millionen Euro gesunken. „FPÖ-Landesrat Zauner lässt sich für ein mickriges Plus bei den geförderten Mietwohnungen feiern, obwohl das eigentliche Ziel von 1.000 Wohnungen pro Jahr immer noch deutlich verfehlt wird. Alle Studien zur Wohnungskrise, die Wohnbauträger und mittlerweile sogar ÖVP-Bürgermeister sagen, dass geförderte Mietwohnungen der Schlüssel zur Lösung der Wohnungskrise sind. Aber die schwarz-blaue Landesregierung pfeift darauf und schiebt das Geld lieber in die Eigentumsförderung, von der nur einige wenige profitieren“, sagt Hangöbl.
Eigentumsförderung ist sozial nicht treffsicher
„Die Eigentumsförderung ist eine Umverteilung nach oben auf Kosten der breiten Mehrheit, obwohl wir alle mit einem Prozent unserer Bruttolöhne in die Wohnbauförderung einzahlen. Bei der Eigentumsförderung wird die Vermögenslage nicht geprüft. Man kann zum Beispiel eine millionenschwere Erbschaft bekommen und dann trotzdem Eigentumsförderung kassieren, weil sich das Land nur für das Einkommen interessiert. Soziale Treffsicherheit sieht anders aus“, sagt Hangöbl.
Dramatischer Einbruch bei Wohnbeihilfe
Die durchschnittliche Wohnbeihilfe ist laut Zauner von 265 auf 283 Euro pro Monat gestiegen. Eine KPÖ-Anfrage hat gezeigt, dass die Zahl der Bezieher von 8.860 auf 8.236 zurückgegangen ist – ein Rückgang um sieben Prozent. „Vor lauter Eigenlob hat Zauner wohl vergessen, zu erwähnen, dass 600 Haushalte seit 2025 keine Unterstützung beim Wohnen bekommen. Als Landesrat leistbares Wohnen zu beschwören und gleichzeitig schönzureden, wie 600 Salzburger Haushalte um ihre Unterstützung umfallen, passt nicht zusammen. Das ist unglaubwürdig“, sagt Hangöbl.