Zahlen-Verwirrspiel: KPÖ PLUS kritisiert Edstadlers „Taschenspielertrick“
Pressestelle - Salzburg
18. Dezember 2025
Als einen „Taschenspielertrick“ kritisiert die KPÖ PLUS die Argumentation von Landeshauptfrau Edstadler, die Festspielhauserweiterung müsse einen Kostendeckel von 394,8 Millionen Euro einhalten. Diese Aussage bezieht sich nur auf das Große Festspielhaus, verschweigt aber, dass auch die Felsenreitschule und das Haus für Mozart saniert werden sollen. Diese zwei Spielstätten waren im ursprünglichen Projekt enthalten, wurden aber aus PR-Gründen als „zweite Phase“ ab 2031 etikettiert. Die Kosten dafür wurden 2024 auf 86,2 Millionen geschätzt. Der Gemeinderat der Stadt Salzburg hat diese Summe unter der alten Stadtregierung sogar beschlossen.
„Landeshauptfrau Edtstadler verspricht einen Kostendeckel von 395 Millionen, verschweigt aber, dass man mit Felsenreitschule und Haus für Mozart schon bei 481 Millionen liegt – rund einer halben Milliarde“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl. Die KPÖ PLUS wollte in der Landtagssitzung am Mittwoch wissen, warum sie – entgegen der bisherigen Öffentlichkeitsarbeit – die Kosten für diese Phase 2 unter den Tisch fallen lässt.
„Beim Hausbau kann man auch nicht das Dach in eine spätere Phase schieben und herausrechnen, damit der Kaufpreis auf dem Papier niedriger ausfällt“, sagt Hangöbl: „Statt Zahlen-Verwirrspielen braucht es volle Transparenz. Landeshauptfrau Edtstadler muss offenlegen, wie sich die Kosten zusammensetzen – und wie viel eine Variante ohne teuren LKW-Tunnel im Berg sparen würde.“
Link zur Anfrage:http://sbgltg.kavedo.com/local.html?d=17_12_2025&i=76