Zum Jahresbeginn: KPÖ PLUS schlägt drei Verbesserungen beim Heizkostenzuschuss vor
Pressestelle - Salzburg
7. Januar 2026
Statt den früheren 600 Euro beträgt die Hilfe auch heuer nur 250 Euro
Die schwarzblaue Kürzung des Heizkostenzuschusses geht in die zweite Runde: Auch 2026 können Salzburger mit wenig Einkommen nur auf 250 Euro einmalige Hilfe hoffen. Bis 2024 unterstützte das Land Salzburg noch mit 600 Euro. „Die Energiekosten wachsen immer mehr Salzburgern über den Kopf. Das betrifft vor allem Mindestpensionisten, Alleinerziehende und Menschen, die trotz Arbeit kaum durch den Monat kommen. Die schwarzblaue Landesregierung schreibt die Kürzung beim Heizkostenzuschuss um mehr als die Hälfte fort“, sagt der Landtagsabgeordnete Markus Walter (KPÖ PLUS).
Trotz Not keine HilfeObwohl der Druck durch die Teuerung steigt, dürfen immer weniger Salzburger den Heizkostenzuschuss beantragen. Der Grund sind die niedrigen Einkommensgrenzen. „Trotz Not bekommen viele Salzburger keine Hilfe. ÖVP und FPÖ haben die Einkommensgrenzen viel zu niedrig angesetzt. Die Einkommensgrenze für Alleinstehende (rund 1.400 Euro netto Monatseinkommen) liegt um 237 Euro unter der offiziellen Armutsgefährdungsgrenze – das heißt sogar wer arm ist, geht oft leer aus“, sagt Walter. Allein im Bundesland Salzburg gelten rund 61.000 Menschen als armutsgefährdet.
KPÖ PLUS schlägt drei Verbesserungen vor„Während wir Rekordkälte von bis zu minus 20 Grad erleben, können viele Menschen ihre Wohnung nicht ausreichend heizen. Anstatt die Höhe der Hilfe und das Budget zu senken, sollte die Landesregierung ihr soziales Gewissen nicht ganz vergessen“, sagt Walter. Der Abgeordnete, der im Brotberuf als Sozialarbeiter tätig war, schlägt drei konkrete Verbesserungen vor. Der Heizkostenzuschuss sollte wieder auf 600 Euro erhöht werden, die Einkommensgrenze an die offizielle Armutsgefährdungsgrenze angehoben werden und die Auszahlung soweit möglich automatisch erfolgen. „Der Staat weiß, wer eine Sozialunterstützung oder Mindestpension bekommt. Hier den Heizkostenzuschuss automatisch auszuzahlen, anstatt tausende Einzelanträge zu bearbeiten, spart viel Zeit und Geld – sowohl bei den Bürgern, als auch in der Verwaltung“, sagt Walter.
Die KPÖ PLUS hat bereits im Vorjahr eine Erhöhung der Einkommensgrenzen vorgeschlagen. Der Antrag war im Februar von ÖVP und FPÖ abgelehnt worden:http://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/3Session/308.pdf